Die Millenniumsentwicklungsziele – MDGs – sind das wichtigste Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen. Im Jahr 2000 durch die internationale Staatengemeinschaft beschlossen, bilden sie den Rahmen für die internationale Armutsbekämpfung.

Auch sie könnte zu den direkt Betroffenen gehören: Claudine Cambou, 5 Jahre, in Burkina Faso bei Gehübungen am Holzbarren.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschloss am neue Freitag, 18.12.2009, die Resolution „Realizing the Millennium Development Goals for Persons with Disabilities“.
Mehr als 200 Gäste der European Development Days in Stockholm konnten die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen bei Wahlprozessen hautnah erleben. In einer nicht barrierefreien Wahlkabine erfuhren sie, wie Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern das Recht auf politische Mitbestimmung verwehrt wird. Sie setzten sich so mit Artikel 29 (Teilnahme am politischen und öffentlichen Leben) der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auseinander.
Anfang September 2009 zeigten 10 Abgeordnete des Europäischen Parlament ihr Interesse am der Situation von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. „Das EU-Parlament hat die Aufgabe, Gesetze, Budgets und Richtlinien zu kontrollieren – um die Gleichbehandlung und Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen sicher zu stellen“, betonte Celia Cranfield, EU-Referentin von LICHT FÜR DIE WELT und Vorsitzende der EU-Arbeitsgruppe von IDDC.
Die Expertengruppe zur MDG-Partnerschaft der EU-Afrika-Strategie – in der LICHT FÜR DIE WELT vertreten ist – hat im September die Notwendigkeit der Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen erneut bekräftigt. Die im Arbeitsplan enthaltenen Umsetzungspunkte umfassen die Etablierung nationaler Entwicklungsstrategien zu Gemeindenaher Rehabilitation und Initiativen zur Inklusion von Kindern mit Behinderungen in Bildungsprozesse.
„Wenn die EU spricht, hören die Menschen zu. Wenn die UNO über Menschenrechte spricht, hören die Menschen auch zu, und wenn wir gemeinsam sprechen, können wir eine wichtige Kraft für Veränderung sein,“ so die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay bei der Eröffnung des neuen Menschenrechtsbüros in Brüssel. Navi Pillay erklärte: „Wir werden uns auch darauf konzentrieren, die UN-Menschenrechtsprinzipien in die EU-Außenpolitik zu integrieren.“
Unter den neu hinzugekommenen Staaten ist auch Burkina Faso, Schwerpunktland von LICHT FÜR DIE WELT und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Die von LICHT FÜR DIE WELT unterstützte Plattform der Behindertenorganisationen (FEBAH) in Burkina Faso setzt sich nun dafür ein, dass die Konvention im Land entsprechend umgesetzt wird. Erst kürzlich wurde ein Gesetzesentwurf zum Schutz und zur Förderung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in den Ministerrat eingebracht.
Ende September wurden in der Mitgliederversammlung von IAPB (International Agency for the Prevention of Blindness), bei der LICHT FÜR DIE WELT vertreten war, richtungweisende Beschlüsse für die internationale Zusammenarbeit in der Blindheitsverhütung gefasst: