Moussa ist eines der Kinder mit Behinderung, das im Rahmen des Gemeindenahen Rehabilitationsprojekts in Manga gefördert und betreut wird.
Der zweite Schwerpunkt der Arbeit von LICHT FÜR DIE WELT in Burkina Faso ist die Rehabilitation behinderter Kinder. Im Jahr 2008 konnte LICHT FÜR DIE WELT seine Unterstützung von 5 auf 7 Gemeindenahe Rehabilitationsprojekte in diesem westafrikanischen Land ausweiten. 4.262 behinderte Kinder betreuten die Rehabilitationshelfer 2008.
Moussa ist eines der Kinder mit Behinderung, das im Rahmen des Gemeindenahen Rehabilitationsprojekts in Manga gefördert und betreut wird:
Sie lebt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf. Er ist noch nicht ganz zwei Jahre alt, als eine Rehabilitationshelferin bei ihrem Besuch im Dorf auf ihn aufmerksam wird. Denn Moussa spielt nicht, wie seine Altersgenossen, im Schatten der dürren Bäume oder jagt kichernd den mageren Hühnern nach. Moussa hat nicht gehen gelernt.
Vermutlich wurde Moussa mit Zerebralparese geboren, einer Beeinträchtigung, die zu motorischen Behinderungen führt. Aber am wichtigsten ist: Moussa bekommt Hilfe. Auf einer einfachen Strohmatte vor der Lehmhütte macht er mit der Rehabilitationshelferin regelmäßig Bewegungs- und Dehnungsübungen, um seine Muskeln und Gelenke zu stimulieren. Moussas Mutter ist überglücklich, dass sie ihrem Sohn endlich helfen kann und lernt fleißig mit, um in Zukunft selbst die Übungen mit Moussa machen zu können. Damit er ohne Unterstützung gehen lernt, braucht Moussa einen Barren. Mit Hilfe der Dorfbewohner ist das einfache Therapiegerät schnell aus ein paar Ästen zusammengezimmert.
Nun kann Moussa im Schatten eines alten Affenbrotbaums seine ersten Schritte üben - eine Sensation für die Nachbarskinder, die ihren kleinen Freund bis jetzt nur unbeweglich in das bunte Tragetuch der Mutter gebunden gekannt haben. Jedes Mal, wenn er das andere Ende des Barrens erreicht, brechen sie in Jubel aus. Und dann huscht auch ein schüchternes Lächeln über Moussas Lippen.
Moussa geht jeden Tag ein kleines Stück. Eines Tages wird er keinen Barren mehr brauchen. Moussa wird mit den Nachbarskindern herumtollen, in die Schule gehen können, seinen eigenen Weg durchs Leben finden.