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Ausbildung von Augenärzten in Westafrika

Patient bei einer Augenuntersuchung

Die Augenärzte arbeiten nach ihrer Ausbildung in den ländlichen Gebieten von Burkina Faso. Dort werden sie vielen Menschen mit einer Operation am Grauen Star das Augenlicht wieder schenken!

LICHT FÜR DIE WELT und das deutsche Hilfswerk „afrika action“ ermöglichen die Ausbildung von Augenärzten in Westafrika.

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Mehr als 140.000 Menschen in dem westafrikanischen Land sind blind. Die Hälfte von ihnen leidet an Grauem Star und könnte mit einer relativ einfachen Operation geheilt werden. Doch in den ländlichen Regionen des Landes gibt es insgesamt nur vier Augenärzte. 1 Ophthalmologe in Burkina Faso müsste theoretisch 1 Million Patienten betreuen.

Das deutsche Hilfswerk „africa action“ und LICHT FÜR DIE WELT haben sich zum Ziel gesetzt, der ländlichen Bevölkerung in Burkina Faso Zugang zu augenmedizinischer Hilfe zu schaffen. Gemeinsam ermöglichen sie daher die Ausbildung von dringend benötigten Augenärzten.

Da es in Burkina Faso keine Universitätsaugenklinik gibt, absolvieren die Stipendiaten ihr vierjähriges Facharztstudium am Institut d’Ophthalmologie Tropicale de l’Afrique im Nachbarland Mali.
Nach ihrer Ausbildung kehren die Augenärzte wieder nach Burkina Faso zurück. Dort werden sie blinde und sehbehinderte Menschen in ländlichen Gegenden behandeln und ihnen die Hoffnung auf ein gesundes Leben schenken.

Die Ausbildung von Augenärzten ist ein wesentlicher Punkt der weltweiten Initiative „Vision 2020 – The Right to Sight“: Bis zum Jahr 2020 soll kein Mensch mehr erblinden, nur weil es an der notwendigen medizinischen Versorgung fehlt. Der Graue Star ist nach wie vor die häufigste Blindheitsursache weltweit. Burkina Faso hat sich im Jahr 2008 dieser Initiative von Weltgesundheitsorganisation und Fachorganisationen wie LICHT FÜR DIE WELT angeschlossen und ein nationales Blindheitsverhütungsprogramm entwickelt.