
LICHT FÜR DIE WELT lanciert eine Initiative für Bildung von Kindern mit Behinderungen in den Armutsgebieten unserer Erde: Ein internationales Bündnis aus Entwicklungs-, Bildungs- und Behindertenorganisationen trifft sich derzeit für zwei Tage in Wien, um erneut auf das von der UNO gesteckte Ziel – nämlich bis 2015 eine freie Grundbildung für alle – hinzuweisen und dessen Umsetzung einzufordern.
„Leider sind wir von dem Ziel, Bildung für alle zu ermöglichen, immer noch meilenweit entfernt – 72 Millionen Kinder gehen nicht in die Schule. Wir fordern, dass die verantwortlichen UN-Beamten endlich konkrete Schritte setzen und Druck auf die jeweiligen Regierungen ausüben, damit die allgemeine Schulpflicht weltweit umgesetzt wird!“, erläutert Larry Campell, Vorsitzender von ‚ICEVI’ (International Council for Education of People with Visual Impairment) die aktuelle Initiative.
Schwerpunktländer für das Jahr 2009 sind Äthiopien, Ghana, Kenia, Malawi, Mali, Mosambik, Ruanda und Uganda. Denn nirgendwo sonst sind Kinder so benachteiligt wie im Afrika südlich der Sahara: Vor allem Mädchen und Kinder mit Behinderungen (z.B.: Blindheit) wird das fundamentale Recht auf Bildung verwehrt und somit auch die Aussicht auf ein gesundes und selbst bestimmtes Leben. Ohne Bildung haben sie keine Chance, dem Kreislauf von Armut, Diskriminierung und Unwissenheit zu entkommen.
Maryanne Diamond, Präsidentin von ‚World Blind Union’: „Die zwei Tage in Wien geht es in erster Linie um die Einbindung von blinden und sehbehinderten Kindern in Regelschulen. Momentan haben 90% der sehbehinderten Kinder in Entwicklungsländern keinen Zugang zur Schule. Wir hoffen, dass in absehbarer Zeit der normale Schulbesuch für alle möglich sein wird.“
Menschen mit Behinderung aus diesem Prozess auszuschließen, bedeutet neben einer Rechtsverletzung auch einen enormen gesellschaftlichen Verlust: Grundbildung fördert nämlich Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein und befähigt Menschen, Lösungsansätze für Alltagsprobleme zu entwickeln und die eigene Rolle in der Gesellschaft zu behaupten.
„Wir sind stolz darauf, Teil dieser wichtigen Initiative zu sein - die Ziele von ICEVI sind dieselben Ziele wie jene von LICHT FÜR DIE WELT. Neben unserer medizinischen Hilfe für blinde und anders behinderte Menschen setzen wir uns auch für Gleichbehandlung und somit Bildung für alle ein“, erklärt Rupert Roniger, Geschäftsführer von LICHT FÜR DIE WELT.