Dr. Abu Beyene und seine Patienten, die er am Grauen Star operiert hat.
Mit einem mobilen Operationseinsatz hat ein Augenteam unter Leitung des äthiopischen Augenarztes Dr. Abu Beyene binnen fünf Tagen 52 augenkranken und blinden Menschen durch eine Operation am Grauen Star das Augenlicht gerettet.
Im allgemeinen Gesundheitszentrum der Kleinstadt Bensa im äthiopischen Hochland, 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Addis Abeba, richteten die Augenhelfer in der ersten Märzwoche eine kleine Augenstation ein: Untersuchungsraum, Anästhesieraum, Operationssaal und dann noch ein improvisiertes Bettenzimmer für die frisch operierten Patienten. Stromerzeugung für Sterilisationsgerät und Operationsmikroskop erfolgte mittels eines kleinen Dieselgenerators. Der Andrang an Patienten war enorm, hunderte Menschen sind zu diesem Hilfseinsatz gekommen, der auf Märkten, an Schulen und in Kirchen zwei Wochen davor angekündigt worden war. Die meisten blinden Menschen sind an krummen Holzstöcken von nahen Angehörigen zu der Hilfseinrichtung geführt worden und nahmen stundenlange, teils sogar tagelange Fußmärsche auf sich, um von ihrer Blindheit geheilt zu werden. Neben Operationen am Grauen Star erhielten auch zahlreiche Trachom-Patienten Augenlid-Operationen und wurden so vor drohender Erblindung bewahrt.
Dr. Abu Beyene und sein Team werden von ihrer Augenklinik in der Stadt Yirga Alem aus alleine im heurigen Jahr noch weitere vier augenmedizinische Hilfseinsätze in Bensa leisten.