Österreichische Spendengütesiegel

Blindheitsverhütung

Augenklinik Beira

In der Augenklinik von Beira, Mosambik,
leistet Drª. Margarida Chagunda wertvolle augenmedizinische Hilfe.

80% aller Erblindungen bei Erwachsenen sind behandelbar oder vermeidbar. Mehr als 85% aller sehbehinderten Menschen leben in Entwicklungsländern.

Daher hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor 11 Jahren zusammen mit internationalen NGOs und Fachorganisationen die Initiative ‚VISION 2020 – The Right to Sight‘ ins Leben gerufen. Das ehrgeizige Ziel: Im Jahr 2020 soll vermeidbare Blindheit der Vergangenheit angehören.
Zur Halbzeit der Initiative veröffentlichte die WHO ermutigende Zahlen: In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der blinden Menschen weltweit von 45 Millionen auf 39 Millionen gesunken.

Weitere 246 Millionen Menschen sind sehbehindert. Grauer Star ist nach wie vor die häufigste Blindheitsursache, da Menschen in Armutsgebieten meist keinen Zugang zu augenmedizinischer Grundversorgung haben.
Große Erfolge konnten bei der Bekämpfung infektiöser Augenkrankheiten erzielt werden. Onchozerkose ist weitgehend unter Kontrolle. Trachom- Erkrankungen, die zu Blindheit führen, betreffen heute 40 Millionen Menschen, 1985 waren es noch 360 Millionen. Auch durch Fehlernährung und Infektionen hervorgerufene Blindheit ist signifikant zurückgegangen.
Mitentscheidend für diese positive Entwicklung ist das koordinierte Vorgehen von Hilfsorganisationen im Aufbau von notwendigen Infrastrukturen und der Ausbildung von lokalen Fachkräften im Rahmen von nationalen Blindheitsverhütungsprogrammen, die mit den Regierungen der Partnerländer abgestimmt werden. LICHT FÜR DIE WELT unterstützt die nationalen Blindheitsverhütungsprogramme in Äthiopien, Burkina Faso, DR Kongo, Mosambik, Ruanda, Süd-Sudan, Nordost-Indien und Pakistan. In Äthiopien, wo LICHT FÜR DIE WELT von Anfang an in das nationale Blindheitsverhütungsprogramm eingebunden war, hat sich die Zahl der Augenärzte in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Derzeit werden an drei Universitäten

Augenärzte ausgebildet, landesweit bestehen fünf Lehrgänge für Katarakt-Operateure. Die Zahl der Kataraktoperationen in diesem ostafrikanischen Land konnte von 15.000 zu Beginn der Initiative ‚VISION 2020 – The Right to Sight‘ 2010 auf 41.000 pro Jahr gesteigert werden.
Damit diese positiven Entwicklungen anhalten, müssen öffentliche Stellen, NGOs, Fachorganisationen und Bildungseinrichtungen weiterhin Hand in Hand arbeiten, um augenmedizinische Versorgung für alle Menschen zu gewährleisten. Denn noch immer gibt es in vielen Regionen keine augenmedizinische Versorgung. Und in einigen Bereichen, wie beispielsweise der Korrektur von Sehschärfenfehlern,hat die Arbeit erst begonnen.

Hier finden Sie Informationen zu Augenkrankheiten und ihren Ursachen