Österreichische Spendengütesiegel

Burkina Faso

Landkarte Burkina Faso

Augenlicht retten

Um die Etablierung eines nachhaltigen Blindheitsverhütungsprogramms in Burkina Faso zu garantieren, arbeitet LICHT FÜR DIE WELT eng mit dem nationalen Gesundheitsministerium zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei sowohl auf der Aus- und Weiterbildung von medizinischen Fachkräften, als auch auf der Unterstützung der lokalen Spitäler mit augenmedizinischem Verbrauchsmaterial. Denn Burkina Faso ist augenmedizinisch schwer unterversorgt. Vor allem die ländliche Bevölkerung leidet darunter. Derzeit gibt es in dem Land 28 Augenärzte, davon nur 4 außerhalb der großen Städte.
LICHT FÜR DIE WELT baute die  Zusammenarbeit mit den öffentlichen Augenabteilungen des Landes aus. Im Regionalspital Ouahigouya, im Norden des Landes, wurde ein Augenarzt eingesetzt. Der Aufbau der Augenabteilungen in Koudougou und Nouna wurde abgeschlossen und die augenmedizinischen Fachkräfte nahmen ihre Arbeit auf.
2010 wurden in Projekten von LICHT FÜR DIE WELT in Burkina Faso 2.991 Operationen am Grauen Star durchgeführt.

Schulische Inklusion

Im Jahr 2010 unterstützte LICHT FÜR DIE WELT sieben Gemeindenahe Rehabilitationsprogramme in Burkina Faso. Um behinderten Kindern eine nachhaltige, umfassende Betreuung zu gewährleisten,
die nicht nur die medizinische Versorgung betrifft, starteten 2010 zwei Pilotprojekte zur schulischen Inklusion von behinderten Kindern in Manga und in Garango. Im Rahmen dieser Projekte konnten bereits
175 Kinder eingeschult werden.
In Zukunft werden wir die Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium, den Gemeinden und den Gemeindenahen Rehabilitationsprogrammen fortführen und intensivieren, um eine nachhaltige Förderung von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.
 

Habibou, Burkina Faso

Habibou ist mit 71 Jahren am Grauen Star erkrankt. Heute ist sie 75 und kann wieder sehen.

Habibous Weg zum Augenlicht

Habibou ist 71 Jahre alt, als sie langsam am Grauen Star erblindet. Als Familienoberhaupt hat sie große Verantwortung zu tragen, doch ohne Augenlicht ist sie hilflos. Ihre Tochter Mariam kümmert sich um sie, doch beide Frauen wissen, dass es wichtiger wäre, wenn Mariam bei der Feldarbeit mithelfen und Habibou sich selbst um den Haushalt kümmern könnte.
4 lange Jahre ist Habibou blind. Doch dann erfährt sie von einem mobilen Hilfseinsatz in Garango, der von LICHT FÜR DIE WELT organisiert wird. Ohne zu zögern macht sie sich auf den Weg. Mariam führt ihre Mutter bei dem 5-stündigen Fußmarsch.
Der Arzt kann Habibou in nur 15 Minuten ihr Augenlicht zurückgeben, denn so lange dauert eine Operation am Grauen Star. Habibou kann es kaum fassen: Lange hat sie auf diesen Moment gewartet, der ihrer Hilflosigkeit ein Ende bereitet. Endlich kann sie wieder ein eigenständiges Leben führen.
 

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