- Rund 37 Millionen blinde Menschen leben auf der Erde.
- Mehr als 180 Millionen Menschen sind schwer sehbehindert.
- 90 Prozent aller blinden Menschen leben in Entwicklungsländern.
- Jeder zweite blinde Mensch wäre mit einfachen Mitteln heilbar.
- In 75% der Fälle könnte Blindheit mit einfachen Mitteln verhindert werden.
- Nach Schätzungen der WHO gibt es weltweit 650 Millionen Menschen mit Behinderung.
- Von ihnen leben 80% in Entwicklungsländern.
- Weltweit werden 90% der Rehabilitationsmaßnahmen in Industriestaaten erbracht.
Arbeitsschwerpunkte sind die Prävention und Heilung von Blindheit und die Rehabilitation von blinden und anders behinderten Menschen.
Die Ursachen - Armut macht blind und behindert
Armut ist die mit Abstand häufigste Ursache für Blindheit und Behinderung. Menschen in Entwicklungsländern erblinden oder werden behindert als Folge von
- mangelnder bzw. einseitiger Ernährung und Mangel an sauberem Wasser
- schlechten hygienischen Bedingungen
- unzureichender medizinischer Versorgung
- fehlender Information oder Aufklärung über die Vermeidung oder Heilungsmöglichkeiten von Krankheiten
- Naturkatastrophen
- schwierigen politischen Umständen und kriegerischen Auseinandersetzungen
Von weltweit etwa 650 Millionen Menschen mit Behinderungen leben 80% in Entwicklungsländern. Nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz dieser Menschen hat Zugang zu Basisgesundheitsversorgung und Grundbildung. In diesem Kreislauf von Armut und Behinderung werden ihnen die grundlegenden Menschenrechte vorenthalten. Sie sind von Entwicklungsprozessen weitgehend ausgeschlossen.
In mehr als 50% der Fälle sind Behinderungen vermeidbar. Das gilt für die am Grauen Star erblindete Frau genauso wie für das Kind, das wegen eines Klumpfußes nicht gehen kann.Um den betroffenen Menschen Zugang zu Behandlung und Therapie zu schaffen unterstützt LICHT FÜR DIE WELT lokale Partnerorganisationen. LICHT FÜR DIE WELT hat es sich aber auch zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderungen eine neue Lebensperspektive zu eröffnen, durch Hilfsmittel, die Mobilität schaffen, Ausbildung und Einkommen schaffende Initiativen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Sensibilisierung der Familie und des gesamten sozialen Umfeldes behinderter Menschen; diese ist wichtige Basis für die Integration und damit das selbstbestimmte Leben der Betroffenen.
In den 115 Projekten, die LICHT FÜR DIE WELT im Jahr 2008 in 16 Ländern unterstützt hat, wurden insgesamt 600.000 Menschen untersucht, behandelt, ausgebildet oder operiert, darunter
- 35.000 Operationen am Grauen Star durchgeführt
- 16.000 Kinder mit Behinderungen gefördert und rehabilitiert.
Den vier Arbeitsschwerpunkten von LICHT FÜR DIE WELT entsprechend wurden die Fördermittel im Jahr 2008 wie folgt eingesetzt:
- Prävention und Heilung von Blindheit 44,6%
- Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen 49,4%
- Prävention von Behinderungen 1,8%
- Stärkung der Rechte behinderter Menschen 4,2%
Unsere Handlungsgrundsätze
- Wir unterstützen lokale Partner in den Armutsgebieten unserer Erde in ihrer Arbeit für blinde, anders behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen.
- Wir helfen ohne Ansehen von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und Religionszugehörigkeit und berücksichtigen besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Kinder, Indigene und soziale Randgruppen.
- Wir richten uns nach den Bedürfnissen der Betroffenen.
- Wir erreichen mit unseren Programmen eine möglichst große Zahl an Menschen.
- Wir unterstützen Programme, die eine nachhaltige Stärkung und soziale Integration blinder und anders behinderter Menschen in ihrer Gesellschaft bewirken.
- Wir unterstützen Programme auch in schwierigen Perioden und begegnen aktuellen Herausforderungen mit Geduld, Durchhaltevermögen und Flexibilität.
- Wir achten auf effizienten, sparsamen Mitteleinsatz und berücksichtigen wo immer möglich Grundsätze der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit und die Wahrung fairer Handelsbeziehungen.
- Wir ermöglichen den globalen Austausch von Erfahrungen über effektive und effiziente Konzepte für die von uns geförderten Programmbereiche.