Österreichische Spendengütesiegel

Die Fakten

  • Rund 39 Millionen blinde Menschen leben auf der Erde.
  • Mehr als 246 Millionen Menschen sind sehbehindert.
  • Mehr als 85% Prozent aller sehbehinderten Menschen leben in Entwicklungsländern.
  • Jeder zweite blinde Mensch wäre mit einfachen Mitteln heilbar.
     
  • Nach Schätzungen der WHO gibt es weltweit über eine Milliarde Menschen mit Behinderung.
  • Von ihnen leben 80% in Entwicklungsländern.
  • Weltweit werden 90% der Rehabilitationsmaßnahmen in Industriestaaten erbracht.
     
Großmütter mit Augenbinde und Kleinkindern

Arbeitsschwerpunkte sind die Prävention und Heilung von Blindheit und die Rehabilitation von blinden und anders behinderten Menschen.

Die Ursachen - Armut macht blind und behindert

Armut ist die mit Abstand häufigste Ursache für Blindheit und Behinderung. Menschen in Entwicklungsländern erblinden oder werden behindert als Folge von

  • mangelnder bzw. einseitiger Ernährung und Mangel an sauberem Wasser
  • schlechten hygienischen Bedingungen
  • unzureichender medizinischer Versorgung
  • fehlender Information oder Aufklärung über die Vermeidung oder Heilungsmöglichkeiten von Krankheiten
  • Naturkatastrophen
  • schwierigen politischen Umständen und kriegerischen Auseinandersetzungen
     

Von weltweit etwa einer Milliarde Menschen mit Behinderungen leben 80% in Entwicklungsländern. Nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz dieser Menschen hat Zugang zu Basisgesundheitsversorgung und Grundbildung. In diesem Kreislauf von Armut und Behinderung werden ihnen die grundlegenden Menschenrechte vorenthalten. Sie sind von Entwicklungsprozessen weitgehend ausgeschlossen.

In mehr als 50% der Fälle sind Behinderungen vermeidbar. Das gilt für die am Grauen Star erblindete Frau genauso wie für das Kind, das wegen eines Klumpfußes nicht gehen kann.Um den betroffenen Menschen Zugang zu Behandlung und Therapie zu schaffen unterstützt LICHT FÜR DIE WELT lokale Partnerorganisationen. LICHT FÜR DIE WELT hat es sich aber auch zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderungen eine neue Lebensperspektive zu eröffnen, durch Hilfsmittel, die Mobilität schaffen, Ausbildung und Einkommen schaffende Initiativen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Sensibilisierung der Familie und des gesamten sozialen Umfeldes behinderter Menschen; diese ist wichtige Basis für die Integration und damit das selbstbestimmte Leben der Betroffenen.

In den 141 Projekten, die LICHT FÜR DIE WELT derzeit unterstützt, wurden insgesamt 700.000 Menschen untersucht, behandelt, ausgebildet oder operiert, darunter

  • 40.700 Operationen am Grauen Star durchgeführt
  • 17.100 Kinder mit Behinderungen gefördert und rehabilitiert.
     

Unsere Arbeitsschwerpunkte sind:

• Blindheitsverhütung und Augengesundheit
• Rehabilitation und Bildung für Menschen mit Behinderungen
• Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderungen

Den drei Arbeitsschwerpunkten von LICHT FÜR DIE WELT entsprechend wurden die Mittel im Jahr 2010 wie folgt eingesetzt:

Arbeitsschwerpunkte

Unsere Handlungsgrundsätze

Wir unterstützen lokale Partnerinnen und Partner in den Armutsgebieten unserer Erde in ihrer Arbeit für Menschen mit Behinderungen.

  • Wir helfen ohne Ansehen von Geschlecht, ethnischer und Religionszugehörigkeit und berücksichtigen besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Kinder, Minderheiten und soziale  Randgruppen.
  • Wir richten uns nach den Rechten und Bedürfnissen der Menschen mit Behinderungen.
  • Unsere Programmarbeit trägt effektiv zurEntwicklung und Umsetzung nationaler Entwicklungsstrategien bei, die auf umfassende und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen abzielen.
  • Wir binden lokale Anspruchsgruppen in unseren Partnerländern beratend in die Programmarbeit
    von LICHT FÜR DIE WELT ein.
  • Wir achten auf einen effizienten und sparsamen Mitteleinsatz und angepasste interne Strukturen
    und Prozesse, die die Wirksamkeit unserer Projektarbeit unterstützen.
  • Wir stellen Expertise und sind dem Qualitätsmanagement verpflichtet.
  • Wir ermöglichen den globalen Austausch von Erfahrungen über effektive und effiziente Konzepte für
    die von uns geförderten Programmbereiche.