v.l. Gabriel Müller, Licht für die Welt und Ehepaar Christa und Werner Troppmair in St. Johann
Ost-Äthiopien zählt zu den am wenigsten Entwickelten Regionen am Horn von Afrika. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist semi-nomadisch und lebt von der Viehzucht. Die Region weist die höchste Blindheitsrate in ganz Äthiopien auf. 80 Prozent der Erblindungen wären durch Prävention oder adäquate Behandlung vermeidbar. Der Mangel an medizinischen Strukturen, Fachkräften und Medikamenten sowie die schlechte Zugänglichkeit vieler Gebiete verwehrt den Menschen die nötige Hilfe.
In Degeh Bur gibt es ein kleines Provinzkrankenhaus, das für die Versorgung von mehr als einer Million Menschen zuständig ist; es gab bisher keine augenmedizinische Versorgung. Durch den Bau der von „TROP – Wohngefühl zum Mitnehmen“ finanzierten neuen Abteilung ist die augenmedizinische Grundversorgung bis hin zum operativen Eingriff gewährleistet.
Hunderte warten beim mobilen Hilfseinsatz auf das Ärzteteam.
TROP bezahlt auch die Ausbildung eines Augenkrankenpflegers, der ständig vor Ort ist und von zusätzlichem Gesundheitspersonal unterstützt wird. Die Augenambulanz wird mit dem notwendigen technischen Equipment, mit Medikamenten und medizinischen Verbrauchsgütern ausgestattet. Zudem wird von TROP die Entsendung eines mobilen Hilfseinsatzes für schwer zugängliche Gebiete finanziert, um dort Operationen am Grauen Star und Lid-Operationen durchzuführen. Die Idee „Augenlicht“ zu schenken wird von TROP schon seit längerer Zeit verfolgt und jedes Jahr wird eine beträchtliche Summe ermöglicht.
„Über den genauen Spendenbetrag wollen wir nicht sprechen, es geht uns vielmehr über die Hilfe, die ankommt. Und dahingehend wurden schon vor vier Wochen bei einem Hilfseinsatz 2.000 Patienten behandelt. Darum geht´s uns“, so Eigentümerehepaar Christa und Werner Troppmair über ihre Motivation zu der Hilfsaktion.