Wolfgang Gindorfer von LICHT FÜR DIE WELT bestimmt mit einem Skiaskop die Fehlsichtigkeit der 7-jährigen Kayanga Hayati.
Der weltweit tätige Accessoire-Hersteller Fossil spendet zum neunten Mal mehrere tausend neuwertige Brillenfassungen für ein Pilotprojekt von LICHT FÜR DIE WELT in Uganda. Die Brillen kommen Menschen zugute, die sich selbst keine Sehbehelfe leisten können.
LICHT FÜR DIE WELT ermöglicht gemeinsam mit dem ugandischen Gesundheitsministerium das erste landesweite Programm zur Behebung von Fehlsichtigkeiten. Im Rahmen dieses Vorzeigeprojekts werden einheimische Fachkräfte in ganz Uganda ausgebildet. Bislang haben 24 so genannte „Ophthalmic Clinical Officers“ eine Zusatzausbildung in der Bestimmung von Sehschärfenfehlern bekommen. In den nächsten vier Jahren sollen noch einmal knapp 50 eingeschult werden, um auch auf lokaler Distriktebene augenoptische Versorgung anbieten zu können.
Bisher hatte die arme Bevölkerung in Uganda kaum Möglichkeiten, Sehschärfenfehler durch günstige Brillen korrigieren zu lassen. Am Land gibt es weder Brillen noch Optiker, die diese Sehhilfen anpassen könnten. Weltweit sind 153 Millionen Menschen blind oder sehbehindert, weil sie keinen Zugang zu angemessener Sehhilfe haben.
Brücke nach Ostafrika
Die Brillengestelle von Fossil werden an die von LICHT FÜR DIE WELT ermöglichte Optikerwerkstätte im Krankenhaus in Entebbe geschickt. Von dort werden sie landesweit an arme Menschen verteilt, die sich sonst keine Brille leisten könnten.
Der 6-jährige Kasumba Franka aus Uganda hat -15 Dioptrien und kann mit seiner neuen Brille endlich sehen und bald auch in die Schule gehen. Ohne Sehhilfe ist er laut WHO-Definition blind.
Dieter Waldner, Geschäftsführer der Fossil Austria GmbH, beschreibt die Motivation des internationalen Unternehmens, sich in Afrika zu engagieren: „Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende eine Brücke von Österreich nach Ostafrika schlagen und dort sehschwachen Menschen neue Lebensqualität schenken können.“
Spenden, was Sinn macht
Wolfgang Gindorfer, gebürtiger Bayer, ist Optiker und Projektverantwortlicher von LICHT FÜR DIE WELT in Uganda. Er betont die Bedeutung von Qualität im Sachspendenbereich: „In Afrika spielt Qualität eine noch wichtigere Rolle als in Europa. Denn die Menschen in Uganda haben kaum Möglichkeiten, ihre Brille reparieren zu lassen. Umso wichtiger ist es, dass die Brille lange hält. Daher ist die hochwertige Spende von Fossil ganz essentiell für die Menschen, die wir über unser Programm erreichen.“
Erst kürzlich hat Wolfgang Gindorfer einen von ihnen getroffen: „Kasumba Franka ist ein 6-jähriger Bub, der -15 Dioptrien hat und laut Definition der Weltgesundheitsorganisation blind ist. Dank der Brille, die er nun bekommen hat, kann er endlich sehen und bald auch in die Schule gehen!“
Download: Bilder in druckfähiger Auflösung