Ernst Jakob Christoffel (1876-1955) stellte sein Leben in den Dienst von blinden und anders behinderten Menschen.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts geht der deutsche Pastor Ernst J. Christoffel, geboren am 4. September 1876 in Rheydt/Rheinland-Deutschland, in die Türkei. 1908 gründet er dort das erste Heim für blinde Menschen in Malatia. Tief berührt von der Not und der Armut von Menschen mit anderen Behinderungen öffnet E. J. Christoffel bald seine Türen auch für sie. Ohne Ansehen von Herkunft, geschlecht, Religion oder ethnischer Zugehörigkeit hilft er, wo immer er kann. Er widmet sein Leben den blinden und anders behinderten Menschen, den Waisen und Straßenkindern in der Türkei und später im Iran.
Als im Jahr 1951 der Weg wieder frei war, machte sich der über 70-jährige, kranke Christoffel erneut nach Isfahan auf, um das zu tun, was er ein ganzes Leben lang als seine Aufgabe ansah: Behinderten, Armen und Verlassenen zu helfen. Ernst J. Christoffel starb am 23.4.1955 in Isfahan. Sein Grabstein auf dem armenischen Friedhof der Stadt nennt ihn "Vater der Blinden, Taubstummen und Niemandskinder".
"Einen Grundsatz habe ich stets abgelehnt und tue es heute noch, nämlich zu forschen, ob der Empfänger der Hilfe wert sei oder nicht. Sooft ich auf diesen Grundsatz stoße, daheim oder draußen, empört sich etwas in mir. Was heißt es, einer Hilfe, einer Unterstützung wert oder unwert zu sein? Wo wären wir, wenn Gott mit uns nach diesem Grundsatz verfahren würde?"
"Die Tat der Liebe ist die Predigt, die jeder versteht."
Nach wie vor ist die Einstellung von Ernst Jakob Christoffel für uns Inspiration und Grundlage bei unserem Einsatz für blinde und anders behinderte Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde.
Weitere Informationen zu Ernst Jakob Christoffel
1908: Pfarrer Ernst Jakob Christoffel gründet das erste Heim für blinde, taubstumme und körperbehinderte Menschen in der Türkei.
1955: Christoffel stirbt im Alter von 78 Jahren in Isfahan/Iran.
Nach seinem Tod erfolgt die Umbenennung der "Christlichen Blindenmission im Orient" zu Ehren ihres Gründers in Christoffel-Blindenmission.
So lebt die Idee von Ernst Jakob Christoffel weiter. Sie findet ihre Umsetzung in der Gründung von Schwestervereinen in Europa, Australien und Amerika. Ihr Tätigkeitsfeld weitet sie auf zahlreiche Staaten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas aus.
1988: wird LICHT FÜR DIE WELT unter dem Namen "Christoffel-Blindenmission Österreich" in Wien gegründet.
1996: unterstützt die österr. Bundesregierung erstmals die Arbeit von LICHT FÜR DIE WELT.
1997: Gründung von LICHT FÜR DIE WELT in Belgien.
1999: Start des weltweiten Aktionsplans "VISION 2020 - Das Recht auf Augenlicht" in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ziel ist die Eliminierung vermeidbarer Blindheit bis zum Jahr 2020. In Österreich wird die "Österreichische Initiative gegen Blindheit
2000: LICHT FÜR DIE WELT startet ein nationales Blindheitsverhütungsprogramm in Äthiopien.
2001: 100.000 Spenderinnen und Spender ermöglichen die Unterstützung von 56 Hilfsprojekten.
2001: LICHT FÜR DIE WELT erhält als eines der ersten Spendenwerke das Österreichische Spendengütesiegel.
2001: Aufbau einer Augenklinik in Jijiga/Äthiopien zur Versorgung von 1,7 Millionen Menschen im Osten des Landes.
2003: Start eines augenmedizinischen Programms in Zentral-Mosambik. LICHT FÜR DIE WELT unterstützt die Augenabteilung einer Klinik in Beira.
2004: Die EU bewilligt zum ersten Mal ein Projekt von LICHT FÜR DIE WELT: In Zusammenarbeit mit CBM Deutschland und CBM-Belgien wird in Tansania ein Gemeindenahes Rehabilitationsprogramm ausgebaut.
2004: LICHT FÜR DIE WELT wird im Rahmen der Weiterentwicklung der Arbeit der ehemaligen Christoffel-Blindenmission Österreich als neuer Vereinsname vorgestellt.
2004: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer übernimmt die Schirmherrschaft über die Österreichische Initiative gegen Blindheit.
2004: Aufbau einer Augenklinik in Zorgho/Burkina Faso zur Versorgung von 2,5 Millionen Menschen im Südosten des Landes. Dort gab es bis zur Eröffnung im Dezember 2004 keinerlei augenmedizinische Versorgung.
2005: Start der Initiative "Österreicher retten Augenlicht" gemeinsam mit mehr als 120 österreichischen Augenärzten.
2005: Start der Aktion "Behinderten Kindern Zukunft schenken".
2006: Verabschiedung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. LICHT FÜR DIE WELT setzte sich erfolgreich für die Einbeziehung und aktive Teilnahme von Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungszusammenarbeit ein.
2007: Am 30. März unterzeichnet Österreich als einer der ersten Staaten die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in New York.
2007: Am 29. August findet in Prag die Gründungsversammlung des tschechischen Schwestervereins von LICHT FÜR DIE WELT, SVĚTLO PRO SVĚT - LIGHT FOR THE WORLD, statt.
2008: LICHT FÜR DIE WELT startet ein Kinderpatenschaftsprogramm zur nachhaltigen Förderung behinderter Kinder in Entwicklungsländern.
2008: LICHT FÜR DIE WELT erweitert sein europäisches Netzwerk und ist nun ab 1. Jänner 2009 in drei europäischen Staaten fest verankert: Österreich, Tschechien und Belgien.
2009: Seit 0.01.2009 sind Spenden an LICHT FÜR DIE WELT in Österreich von der Steuer absetzbar.