Das Mädchen Duvogene Faymy mit einer Beinamputation im General Hospital in Port-au-Prince, Haiti.
(Bild © Cassandra Nelson/Mercy Corps)
Mindestens zwei Millionen Kinder gelten nach dem schweren Erdbeben auf Haiti als akut gefährdet – Zehntausende sind verletzt, haben ihre Eltern verloren und versuchen nun allein und traumatisiert im zerstörten Port-au-Prince zu überleben. Es sind die Bilder des Grauens und der Verzweiflung, die um die Welt gehen.
LICHT FÜR DIE WELT stellt als Sofortmaßnahme 300.000 Euro für den Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti zur Verfügung.
Gemeinsam mit der deutschen Christoffel Blindenmission, die seit mehr als 30 Jahren blinde und anders behinderte Menschen in Haiti unterstützt, setzt LICHT FÜR DIE WELT folgende Maßnahmen um:
- Sofortige Einrichtung eines Rehabilitationszentrums in Port-au-Prince für Erdbebenopfer
- Wiederaufbau der Augen- und HNO-Abteilung der zerstörten Universitätsklinik in Port-au-Prince
In dem Rehabilitationszentrum werden die betroffenen Menschen medizinisch versorgt und posttraumatisch behandelt. Sie erhalten Krücken und Rollstühle und lernen mittels gezielter Rehabilitation mit diesen Behelfen zu leben. In weiterer Folge werden die Verletzten mit angepassten Prothesen versorgt. Einsatzteams gehen direkt zu jenen Erdbebenopfern in den Armutsvierteln der Hauptstadt, die nicht aus eigener Kraft ins Zentrum kommen können.
Außerdem beteiligt sich LICHT FÜR DIE WELT am Wiederaufbau der zerstörten Universitätsklinik in Port-au-Prince, der einzigen Klinik, in der Ärzte ausgebildet werden: Dort werden eine Augenabteilung und eine HNO-Station eingerichtet.
Kind im teilweise zerstörten Grace Children's Hospital, Port-au-Prince. (Bild © CBM/Grossmann)
Unsere Hilfe soll insbesondere Menschen mit Behinderungen zugute kommen, denn sie sind von dieser Naturkatastrophe doppelt betroffen und im derzeitigen Kampf ums Überleben stark benachteiligt. Darüber hinaus haben tausende Menschen durch das Erdbeben in Haiti schwerwiegende Verletzungen erlitten, die zu dauerhaften Behinderungen führen: „Unzählige Erdbebenopfer in Haiti haben Beine oder Arme verloren. Wir werden dafür sorgen, dass Menschen, die seit dieser Katastrophe mit einer Behinderung leben, die Chance auf eine Zukunft und ein selbstbestimmtes Leben bekommen“, begründet Rupert Roniger, Geschäftsführer von LICHT FÜR DIE WELT das Engagement der Hilfsorganisation im Erdbebengebiet.
Die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen und die barrierefreie Gestaltung von Strukturen und Gebäuden beim Wiederaufbau ist für LICHT FÜR DIE WELT daher im Fokus der Bemühungen.
Sehbehindertes Kind zwischen Trümmern zerstörter Gebäude. (Bild © CBM/Grossmann)
Dr. Karl Rigal, Oberarzt und Vorstandsmitglied von LICHT FÜR DIE WELT, beschreibt das Ausmaß der Naturkatastrophe aus medizinischer Sicht: „Die Zahl der täglich durchgeführten Amputationen von Gliedmaßen an schwerverletzten Menschen ist enorm. Arme und Beine werden mittels Notoperationen entfernt, um todbringende Infektionen zu vermeiden und damit das Überleben der Erdbebenopfer zu sichern.“
Helfen Sie den Erdbebenopfern in Haiti:
Spendenkonto:
PSK 92.011.650 (BLZ 60.000)
Kennwort „Haiti“
DANKE!