2. Geburtstag der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen:
LICHT FÜR DIE WELT zieht Bilanz
Am 3. Mai 2008 ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft getreten. Seither haben 85 Staaten dieses Übereinkommen ratifiziert. Damit verpflichten sie sich, die Rechte von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen und sie in alle Entscheidungen mit einzubeziehen, die sie betreffen. Diese UN-Konvention ist das erste Menschenrechtsabkommen, das auch – uneingeschränkt – die Umsetzung in der Entwicklungszusammenarbeit fordert.
Rupert Roniger, Geschäftsführer von LICHT FÜR DIE WELT, erklärt: „Österreich hat am 26. September 2008 diese UN-Konvention ratifiziert. Zum 2. Geburtstag der Konvention ist die österreichische Entwicklungszusammenarbeit allerdings noch weit davon entfernt, Menschen mit Behinderungen durchgängig einzubeziehen. Und das ist nicht nur eine Frage des dramatisch niedrigen Budgets für Entwicklungszusammenarbeit.“
Lücken in der Umsetzung der Konvention gibt es allerdings nicht nur in der österreichischen, sondern auch in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Im September werden Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in New York zusammentreffen, um den Fortschritt der Millenniumsentwicklungsziele zu diskutieren und die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Bis ins Jahr 2015 soll die weltweite Armut halbiert werden und alle Kinder sollen Zugang zu Grundschulbildung haben. Auch Bundeskanzler Werner Faymann wird am Gipfel in New York teilnehmen.
Rupert Roniger: „Wir fordern Bundeskanzler Werner Faymann auf, in News York darauf hinzuweisen, dass die Millenniumsentwicklungsziele nur dann erreicht werden können, wenn auch Menschen mit Behinderungen einbezogen werden!“
Die österreichische Hilfsorganisation LICHT FÜR DIE WELT setzt sich auf Ebene der Vereinten Nationen, der EU, Österreichs und in Partnerländern wie Burkina Faso, Äthiopien und Tansania für die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein und bietet Beratung und Trainings für die Gestaltung inklusiver Entwicklung an. Denn derzeit hindern allzu oft Barrieren behinderte Menschen an der Teilhabe an Entwicklungsprojekten.
LICHT FÜR DIE WELT unterstützt in 128 Hilfsprojekten Menschen mit Behinderungen. 16.500 behinderte Kinder werden im Rahmen von Gemeindenahen Rehabilitationsprogrammen therapeutisch gefördert. Wo immer möglich erhalten sie die Chance, in die Schule zu gehen und somit ein möglichst selbst bestimmtes Leben zu führen.
Hintergrund:
Der vollständige Text der Konvention als Broschüre (inklusive Kurzerklärung in Braille) kann kostenlos bei LICHT FÜR DIE WELT bestellt werden.
Für Interviews zu diesem Thema stehen gerne zur Verfügung
Johannes Trimmel
Leiter des Ressorts für Internationale Programme und Anwaltschaft bei LICHT FÜR DIE WELT
Tel.: 0699/ 103 93 092
E-Mail: j.trimmel@licht-fuer-die-welt.at
Celia Cranfield
Liaison Officer von LICHT FÜR DIE WELT in Brüssel
Tel.: +32/ 2 275 0085
E-Mail: c.cranfield@light-for-the-world.org
Marianne Schulze
Menschenrechtsexpertin
Tel.: 0699/ 118 77 368
E-Mail: m.s@humanrightsconsultant.at