Österreichische Spendengütesiegel

LICHT FÜR DIE WELT leistet Augen-Nothilfe in Pakistan

Foto: Augenarzt untersucht einen Patienten

Augenuntersuchung in Pakistan

In Pakistan sind seit Beginn der Kämpfe zwischen Armee und Taliban 2,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies ist die weltweit größte Flüchtlingstragödie seit zehn Jahren. Die Lebensbedingungen für die vertriebenen Menschen sind katastrophal, eine Gesundheitsversorgung ist kaum vorhanden. Die österreichische Hilfsorganisation LICHT FÜR DIE WELT ermöglicht nun zwei Container für Augenuntersuchungen und -operationen. Damit leistet LICHT FÜR DIE WELT Augen-Nothilfe für Menschen auf der Flucht.

Seit April dieses Jahres kämpfen in der Nordwestgrenzregion zu Afghanistan Truppen der Regierung gegen die aufständischen Taliban. Täglich sterben hunderte von Menschen, mehrere Millionen sind mittlerweile auf der Flucht. Auf sämtlichen fahrbaren Untersätzen oder zu Fuß versuchen sie, der drohenden Lebensgefahr zu entkommen und sind dabei oft tagelang unterwegs, um in eine weniger gefährliche Gegend Pakistans zu gelangen. Die meisten Menschen können nur mit jenen Habseligkeiten fliehen, die sie gerade bei sich haben. Mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge sind Kinder. Es ist noch nicht absehbar, wann und ob sie je wieder in ihre Heimatregionen zurückkehren können. Zugang zu medizinischer Versorgung ist in den Flüchtlingslagern kaum vorhanden.

Augenoperationen in Containern

Pakistan ist seit Jahren ein wichtiges Projektland von LICHT FÜR DIE WELT. 1,5 Millionen Menschen in Pakistan sind blind. Dabei könnten 80 Prozent aller blinden Menschen mit einfachen Mitteln wie einer Operation am Grauen Star geheilt werden. Neben der laufenden Hilfe startet LICHT FÜR DIE WELT nun ein besonderes Projekt: Zwei Container werden bereit gestellt, in denen Augenuntersuchungen und -operationen von lokalen Ärzten durchgeführt werden können, solange Bedarf dafür besteht.

„Wir sind froh, dass wir in dieser akuten Notsituation unseren Beitrag zur Hilfe leisten können. Die Container sind ein sehr effizientes Provisorium - wir können damit allein in der Region Mardan zigtausenden blinden und sehbehinderten Menschen helfen. Damit wir dieses Projekt zügig umsetzen können, brauchen wir natürlich auch dringend die Unterstützung der österreichischen Bevölkerung“, berichtet Rupert Roniger, Geschäftsführer von LICHT FÜR DIE WELT. Ein Ende der größten Flüchtlingskatastrophe der vergangenen zehn Jahre ist aufgrund der andauernden schweren Kämpfe nicht zu erwarten. Schätzungen sagen voraus, dass noch einmal mindestens 500.000 Menschen vertrieben und auf der Flucht sein werden.