SchülerInnen der 2.WWW-Klasse der HS Neue Mittelschule Köflach mit ihrem Lehrer Heinrich Stradner sowie Petra Mühlberger, Bildungsreferentin LICHT FÜR DIE WELT.
Jede vierte Familie in Armutsgebieten hat ein behindertes Familienmitglied. In Afrika haben Kinder mit Behinderungen kaum Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung. Viele sind von der Gemeinschaft ausgeschlossen, werden oft sogar versteckt. In den Workshops von LICHT FÜR DIE WELT werden den SchülerInnen die unterschiedlichen Lebenssituationen behinderter Menschen in Afrika vermittelt und sie werden an das Thema Behinderung, v.a. Blindheit und Rehabilitation behinderter Kinder herangeführt.
So wurde am 12.2.2009 in der HS Neue Mittelschule Köflach ein Workshop mit der Thematik „Blindheit und Behinderung in Entwicklungsländern“ für die 2.WWW-Klasse veranstaltet. Nach einem Vortrag über die augenmedizinische Versorgung in Burkina Faso lernen die Kinder in Brailleschrift zu schreiben, sich mit dem Blindenstock zu orientieren sowie Spiele für blinde Kinder kennen. Die 2.WWW-Klasse sowie ihr Lehrer Heinrich Stradner übergaben der Bildungsreferentin Petra Mühlberger dann noch einen Spendenscheck von 310 Euro (gesammelt im Rahmen eines Adventprojektes), für den wir uns sehr, sehr herzlich bedanken möchten.
Mehr als 1000 Deutschlandsberger Schülerinnen und Schülern wurde im Rahmen einer schulübergreifenden Aktion (13.2.09) die österreichische Hilfsorganisation LICHT FÜR DIE WELT sowie die Thematik „Blindheit und Behinderung in Entwicklungsländern“ nähergebracht. Die Sensibilisierung dafür, dass Blindheit kein individuelles Schicksal sein muss, sondern durch fehlende medizinische Versorgung, mangelhafte Ernährung (v.a. Vitamin-A-Mangel) sowie schlechte hygienische Bedingungen begünstigt wird, war Teil der Vorträge.
Dr. Smart Eze, ehemaliger UNO-Mitarbeiter aus Nigeria, der bei einer Explosion im Biafra-Krieg im Alter von 23 Jahren sein Augenlicht verlor, schilderte die Situation in seinem Heimatland: „Mit Hilfen wie dem Blindenführhund und einem speziellen Computer können sich blinde Menschen in Europa heute sehr gut alleine zurechtfinden. In Afrika haben sie diese Möglichkeit nicht.“ Sein Blindenhund Nello war aber der unumstrittene Star für die ZuhörerInnen.
Prof. Gerhard Schuhmann, ehrenamtliches Vorstandsmitglied bei LICHT FÜR DIE WELT erklärte den SchülerInnen: „90 Prozent aller blinden Menschen weltweit leben in Entwicklungsländern. Die Hälfte von ihnen könnte mit einer Operation am Grauen Star, der Blindheitsursache Nummer 1, geheilt werden.“ Er sprach über die augenmedizinische Versorgung in den Armutsgebieten unserer Erde sowie Hilfsmaßnahmen und stand den SchülerInnen Rede und Antwort. Die SchülerInnen waren beeindruckt und engagierten sich bei einer Spendenaktion, die von Frau Margot Stübinger (Obfrau des Elternvereins der HLW) initiiert wurde. Prof. Dr. Gerhard Schuhmann, Vorstandsmitglied, durfte einen Scheck mit der stolzen Summe von 900 Euro entgegennehmen. Wir bedanken uns ganz herzlich beim Elternverein und den SchülerInnen der HLW, HAK und dem BORG für diese tolle Initiative!
Sind auch Sie an unserer Bildungsarbeit interessiert? Wir stellen auch sehr gerne Broschüren zur Informationsvermittlung (verschiedenste Schulstufen) sowie einen Materialienkoffer zur selbstständigen Durchführung von Unterrichtseinheiten und Übungen zur Verfügung (http://www.licht-fuer-die-welt.at/bildungsarbeit.php). Bei Interesse melden Sie sich einfach bei Petra Mühlberger, 01-810 13 00-32 oder p.muehlberger@licht-fuer-die-welt.at.