Dr. Samad Abri (vorne), Prof. Siegfried Priglinger (hinten) und Maria Zöttl mit ihren Kollegen in Kikuyu, Kenia.
Prof. Dr. Siegfried Priglinger aus Gallneukirchen fährt bereits seit 1996 ehrenamtlich für LICHT FÜR DIE WELT nach Afrika, um dort Augenärzte auszubilden. Soeben ist er von seinem jüngsten Hilfseinsatz in Kikuyu, nahe der kenianischen Hauptstadt Nairobi, zurückgekommen. Gemeinsam mit seinen Kollegen Augenarzt Dr. Samad Abri von der Universitätsaugenklinik Salzburg und Orthoptistin Maria Zöttl vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz hat er zwei Wochen lang Patienten mit komplizierten Augenfehlstellungen behandelt.
„Wir haben mehr als 60 Augen- und Lidstellungsfehler untersucht und insgesamt 26 Patienten mit Schielproblemen operiert“, berichtet Prof. Priglinger stolz. „Am letzten Tag sogar bis halb zwölf in der Nacht, was unglaublich anstrengend war. Der Andrang war aber so groß und wir wollten niemanden wegschicken – für einige Patienten hat die Anreise ja mehrere Tage lang gedauert.“ Operationsbesteck, Nahtmaterial sowie 1000 Euro für die Unterstützung bedürftiger Patienten hat Prof. Priglinger aus eigener Tasche finanziert und für seine Kollegen in Kenia mitgenommen. Dr. Samad Abri hat einen Argonlaser zur Behandlung von Netzhauterkrankungen gespendet, Maria Zöttl Spielzeug für die Kinder.
Die lokalen Ärzte weiterzubilden, war ein wichtiges Ziel des Hilfseinsatzes im Auftrag von LICHT FÜR DIE WELT. „Parallel zu unseren Untersuchungen und Operationen haben wir die Ärzte vor Ort in unserem Spezialgebiet unterrichtet – der Diagnose und Behandlung von Sehfehlern“, erklärt Prof. Priglinger, der bis 2005 die Sehschule am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz geleitet hat. „In Zukunft werden sie auch komplizierte Eingriffe selbst vornehmen können.“
Dr. Samad Abri, Facharzt an der Universitätsaugenklinik in Salzburg, ist bereits das sechste Mal für LICHT FÜR DIE WELT unterwegs: „Ich bin sehr beeindruckt von der effizienten Arbeit von LICHT FÜR DIE WELT und freue mich, dass ich mit meinem Engagement auch einen Teil zur Hilfe beitragen kann.“
Für Maria Zöttl ist es der erste Einsatz: „Ich würde jederzeit wieder für LICHT FÜR DIE WELT nach Afrika fahren. Dieser Einsatz hat mich unglaublich bereichert. In Kenia hatte ich das Gefühl, wirklich gebraucht zu werden.“