Österreichische Spendengütesiegel

Projektarbeit in anderen Ländern

Ostafrika: Ausbildung von augenmedizinischen Fachkräften

Mann mit Augenbinde

Paolo, 59, kann wieder sehen und seine Familie versorgen. Bei einem Hilfseinsatz von LICHT FÜR DIE WELT wurde er am Grauen Star operiert.

In vielen afrikanischen Ländern herrscht eklatanter Mangel an gut ausgebildetem medizinischen Fachpersonal. Die Ausbildung von augenmedizinischen Fachkräften in Ostafrika gehört daher seit  Jahren zu den Prioritäten von LICHT FÜR DIE WELT. In Zusammenarbeit mit den Universitäten in Nairobi (Kenia), Moshi (Tansania) und Mbarara (Uganda) fördert LICHT FÜR DIE WELT durch Stipendien die Ausbildung von Augenärzten. Ziel ist es, bis zum Jahr 2011 45 neue Augenärzte auszubilden. Zusammen mit der britischen Organisation Sightsavers International und unterstützt von der Europäischen Union wurde vor kurzem eine umfassende Initiative zur Koordination der Ausbildung von augenmedizinischem Gesundheitspersonal in Ostafrika ins Leben gerufen.

Tansania: Rehabilitation und Augenmedizin

LICHT FÜR DIE WELT unterstützt ein umfassendes Programm für behinderte Menschen in Dar es Salaam, das sich auf die Arbeit für benachteiligte Bevölkerungsschichten konzentriert. Die orthopädische und augenmedizinische Abteilung wird bereits seit Jahren von LICHT FÜR DIE WELT gefördert. Neben der medizinischen Versorgung engagiert sich das Programm für die Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen. Fieldworker besuchen behinderte Menschen in Dar es Salaam und Umgebung und unterstützen sie beim Erlernen von Fähigkeiten, die ihnen ein unabhängiges Leben ermöglichen. Damit behinderte Menschen ihre Rechte wahrnehmen können, unterstützt LICHT FÜR DIE WELT zudem ein lokales Konsortium aus 14 Behindertenorganisationen.

Unser Engagement in Moshi konzentriert sich auf ein Augenspital mit Ausbildungsstätte für augenmedizinische Fachkräfte, das sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert hat. Im Jahr 2009 wurden dort 243 Kinder am Grauen Star operiert und ihnen damit Augenlicht geschenkt.

Uganda: Behandlung von Sehschärfefehlern 

Rund 1,1 Millionen Menschen in Uganda leben mit unkorrigierten Sehschärfefehlern. Sie haben wenig Chancen am Arbeitsmarkt und sind daher stärker armutsgefährdet. Zusammen mit dem ugandischen Gesundheitsministerium und dem ICEE (International Center for Eyecare Education) hat LICHT FÜR DIE WELT das erste landesweite Programm zur Behandlung von Sehschärfefehlern aufgebaut. Im Rahmen der Optikerausbildung, die in einem staatlichen Spital stattfindet, werden auch erschwingliche Brillen hergestellt. Ziel ist es, ein dezentralisiertes Netz an qualifizierten Optikern aufzubauen, um weite Teile der Bevölkerung erreichen zu können - ein Modellprojekt, dass auch in anderen Ländern zum Einsatz kommen soll.

Nordost-Indien: Rehabilitation und Augenarbeit

Kleines Mädchen

Manichandra, 5, lernt mit einem Lächeln auf den Lippen am Barren zu gehen. Das Mädchen aus Nordost-Indien hat Zerebralparese.

Assam ist der bevölkerungsreichste Staat in Nordost-Indien. Es existieren zwar gut ausgestattete Augenkliniken, für die ärmere ländliche Bevölkerung sind diese aber oft unerreichbar. Die Blindheitsrate ist daher außergewöhnlich hoch (über 2,45 %). LICHT FÜR DIE WELT setzt sich dafür ein, durch die Koordinierung von Hilfeinsätzen die augenmedizinische Versorgung der Menschen in entlegenen Gebieten zu verbessern. In Zusammenarbeit mit dem indischen Forum für Gemeindenahe Rehabilitation wurden 13 Initiativen in den Sieben Schwesterstaaten Nordost-Indiens aufgebaut. Inklusive Schulbildung ist ein weiterer Fokus von LICHT FÜR DIE WELT, insbesondere die Ausbildung von Sonderpädagogen, die Unterstützung von Zentren und Inklusion von Kindern mit Behinderungen in Regelschulen.

Pakistan: Blindheitsverhütung

In Pakistan baut LICHT FÜR DIE WELT Strukturen zur Blindheitsverhütung in der Nordwestprovinz, an der Grenze zu Afghanisan, auf und fördert die Ausbildung von augenmedizinischem Gesundheitspersonal. Diese Programme werden im Rahmen des nationalen Blindheitsverhütungsprogramms implementiert, zusammen mit dem pakistanischen Community Health and Education Forum und dem Pakistan Institut for Community Ophthalmology.

Papua Neuguinea: Inklusive Bildung

Bei unfassbaren 60% der Schulkinder in Papua Neuguinea wurden Hörprobleme festgestellt, das hat eine Studie an Schulen ergeben. LICHT FÜR DIE WELT ermöglicht mit Förderungen der Europäischen Union ein landesweites Netz aus Gemeindenahen Rehabilitationszentren. Arbeitsschwerpunkte sind die Vermeidung  des weiteren Hörverlusts und die schulische Förderung gehörloser und hörbeeinträchtigter Kinder.

Haiti

Nach dem verherrenden Erdbeben im Jänner 2010 leistet LICHT FÜR DIE WELT Aufbauhilfe in der Hauptstadt Port-au-Prince: Ein lokales Rehabilitationszentrum für Erdbebenopfer wird von LICHT FÜR DIE WELT finanziert und hat im März 2010 bereits seine Arbeit aufgenommen. Für die akut notwendige medizinische Versorgung der Bevölkerung bauen wir die Augen- und HNO-Abteilung der zerstörten Universitätsklinik wieder auf. Zur optimalen Nutzung der vorhandenen Ressourcen arbeiten wir dabei mit der deutschen Christoffel Blindenmission zusammen.

Bolivien: Zukunft schenken

Foto: Mädchen bei Übungen

Viviana, 12, kann ihre Arme und Beine kaum bewegen. Im Rehabilitationsprogramm San Ignacio, Bolivien, wird sie gefördert und in ein möglichst eigenständiges Leben begleitet.

LICHT FÜR DIE WELT unterstützt acht Rehabilitationseinrichtungen für Kinder mit Behinderungen in Bolivien. 2010 liegt das Hauptaugenmerkt darauf, die Rehabilitationsmöglichkeiten auch auf die Dorfebene zu realisieren - mit dem Aufbau von Gemeindenahen Rehabilitationsprogrammen in Sacaba, San Ignacio, El Torno und Cabezas. An der Universität Cochabamba unterstützt LICHT FÜR DIE WELT den ersten Universitätslehrgang zu Behinderung und Rehabilitation in Bolivien. 

Bosnien-Herzegowina

In Bosnien-Herzegowina liegt der Fokus auf der Integration von Menschen mit Behinderungen in ihre Gemeinde. Dieses Projekt wird von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt und zielt darauf ab, behinderte Menschen stärker ins Gemeinschaftsleben einzubinden, um Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenzuwirken. Die Ergebnisse sind sehr positiv, die zweite Phase dieser Initiative strebt an, Menschen mit Behinderungen vollständig in die Gemeinschaft zu integrieren.

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