Clarita, 8, aus Bolivien hat seit ihrer Geburt keine Beine und nur einen Arm. Sie wird in einem Rehabilitations-zentrum gefördert und hat ein Dreirad, mit dem sie mobil ist.
LICHT FÜR DIE WELT unterstützt 5 Gemeindenahe Rehabilitationsprogramme in Bolivien. Ihre Koordination und Kooperation wird im Rahmen eines nationalen Netzwerks von 41 Organisationen gefördert. 2010 wurden mehr als 800 behinderte Kinder in Rehabilitationsprogrammen betreut.
An der zweitgrößten Universität des Landes, San Simòn, verbessert LICHT FÜR DIE WELT systematisch
die Integration von Menschen mit Behinderungen durch den Abbau von Barrieren. Weiters wird der Masterlehrgang „Attention and Management for persons with disabilities“ unterstützt. Ebenfalls zur Ausbildung einheimischer Fachleute im Bereich Behinderung und Gemeindenaher Rehabilitation hat sich die Universität für zwei Postgraduate-Lehrgänge entschieden.
In Nordost-Indien setzt LICHT FÜR DIE WELT ein umfassendes Programm mit 18 Projekten zur Rettung von Augenlicht, Bildung und Rehabilitation sowie zur Einhaltung der Rechte von behinderten Menschen in schwer erreichbaren ländlichen Gebieten um. In Barapani unterstützen wir den Aufbau des ersten College für Gehörlose, um für die 150 Kinder im Alter von 6 – 17 Jahren, die derzeit im Gehörlosenzentrum unterrichtet werden, in Zukunft höhere Schulbildung anbieten zu können. Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt ist in Nordost-Indien ein großes Thema. Bei einer Berufsmesse für Menschen mit Behinderungen bekamen mehr als 300 Kandidaten die Gelegenheit, Bewerbungsgespräche mit großen indischen Unternehmen zu führen. Mit der Unterstützung von 5 augenmedizinischen Projekten trägt LICHT FÜR DIE WELT zur Senkung der überdurchschnittlich hohen Blindheitsrate von 2,45 % speziell in den ländlichen Gebieten Nordost-Indiens bei. Dabei werden unter anderem augenmedizinische Untersuchungen und Behandlungen in Dörfern und Screenings an Schulen durchgeführt.
Mit dem Aufbau von Gesundheitsstrukturen und der Ausbildung von augenmedizinischem Personal
unterstützt LICHT FÜR DIE WELT in Pakistan das nationale Programm zur Blindheitsverhütung. Weiters werden Bildungs- und Gemeindenahe Rehabilitationsprojekte umgesetzt, die Menschen mit Behinderungen in ländlichen Regionen Zugang zu Gesundheitsdiensten, Bildung und Rehabilitation
ermöglichen. Auf die katastrophale Flut im Juli 2010 reagierte LICHT FÜR DIE WELT schnell, indem gemeinsam mit ansässigen erfahrenen Partnern Hilfsprojekte in den Provinzen Gilgit Baltistan, Khyber Pakhtunkhwa und Punjab durchgeführt wurden, die den Wiederaufbau des Landes beschleunigen. Schwerpunkt dabei lag auf der Versorgung der Flutopfer: 42.937 Menschen wurden 2010 medizinisch versorgt. 1.929 Familien erhielten Nahrungsmittel- und Hygienepakete, 14 Wasserpumpen und 2 Wassertanks zur Trinkwasserversorgung wurden installiert.
Durch das Erdbeben in Haiti im Jänner 2010 starben ca. 230.000 Menschen, ungefähr 300.000 wurden verletzt. LICHT FÜR DIE WELT setzt sich dafür ein, den Opfern des Erdbebens Zugang zu medizinischer Versorgung und Rehabilitationsmaßnahmen zu ermöglichen. Gemeinsam mit der deutschen Christoffel Blindenmission haben wir eine medizinische Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen eingerichtet. Sowohl regelmäßige Besuche von Fachärztinnen und Fachärzten, als auch die psychosoziale Betreuung der Erdbeben-Opfer sollen ihre Lebensbedingungen verbessern.
60% aller Schülerinnen und Schüler in Papua-Neuguinea haben Hörprobleme. LICHT FÜR DIE WELT unterstützt ein Projekt zu ihrer schulischen Inklusion.
In einem landesweiten Projekt wurde gemeinsam mit lokalen Partnern ein Netzwerk aus 20 Ressourcezentren für Menschen mit Behinderungen geschaffen, die das öffentliche Gesundheits- und Bildungssystem unterstützen und den Menschen in schwer erreichbaren Regionen Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und Rehabilitationsmöglichkeiten verschaffen.
Ein weiteres Projekt ist die schulische Inklusion gehörloser und hörbeeinträchtigter Kinder. In landesweiten HNO-Reihenuntersuchungen wurde festgestellt, dass 60 % aller Schülerinnen und Schüler Hörprobleme haben. LICHT FÜR DIE WELT arbeitet eng mit der Regierung des Landes zusammen: 14 speziell ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer werden zur Unterstützung behinderter Kinder in das Schulsystem eingebunden. Somit ist die Nachhaltigkeit des Projekts garantiert. Das Programm wird von der Europäischen Union und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt.
In Tansania konzentriert sich LICHT FÜR DIE WELT auf die Aus- und Weiterbildung von augenmedizinischen Fachkräften. Es werden sowohl augenmedizinische Krankenpfleger als auch Augenärzte ausgebildet. Ein weiterer Schwerpunkt ist die augenmedizinische Behandlung von Kindern.
2010 konnten in einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Projekt in Moshi 128 Kinder am Grauen Star operiert werden. Zwei Augenärzte wurden in Dar es Salaam speziell in pädiatrischer Augenheilkunde weitergebildet.
In enger Zusammenarbeit mit LICHT FÜR DIE WELT-Belgien unterstützen wir im Süden der Demokratischen Republik Kongo ein Blindheitsverhütungsprogramm. 2010 konnten in den Augenkliniken in Lubumbashi und Mbuji-May 2.000 Augenoperationen und 35.000 Behandlungen durchgeführt werden. 2011 wird der Ausbau der Augenklinik Sainte Yvonne in Lubumbashi fertig gestellt. Diese beinhaltet auch
eine optische Werkstätte sowie ein Low Vision-Programm. Damit können die Kapazitäten gesteigert
und mehr Menschen augenmedizinisch versorgt werden. In Likasi ist die Unterstützung einer dritten Augenklinik im Land geplant, mit der ein Einzugsgebiet von 500.000 Menschen augenmedizinisch versorgt werden soll.
In Ruanda fördert LICHT FÜR DIE WELT in Zusammenarbeit mit dem belgischen Schwesterverein
die Augenklinik in Kabgayi, wo 2010 3.728 Augenoperationen durchgeführt wurden, davon über 2.000 Operationen am Grauen Star. Zwei weitere Katarakt-Chirurgen werden ausgebildet, um künftig mehr Patienten behandeln zu können.
Gemeinsam mit fast 1.300 freiwilligen Helferinnen
und Helfern hat LICHT FÜR DIE WELT in Bosnien-Herzegowina 21 Rampen in Schulen erbaut und somit die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Gemeinschaft durch 21 von der Gemeinde getragene Kleinprojekte gefördert und unterstützt.
Bis 2013 wird 1.200 Kindern mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten der Zugang zu einer Regelschule ermöglicht werden. Fünf Sonderpädagoginnen und -pädagogen unterstützen dabei sowohl die Kinder als auch die Lehrerinnen, Lehrer und Eltern.
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