
Im Sudan ist LICHT FÜR DIE WELT vor allem im Süden des Landes tätig. Die Organisation der medizinische Versorgung steht vor großen infrastrukturellen Herausforderungen: Es mangelt an Spitälern, Medikamenten, Verbandsmaterial und qualifizierten Ärzten. Die Blindheitsrate liegt ausgesprochen hoch, bei 3,2 %.
LICHT FÜR DIE WELT unterstützt ein Programm in den Regionen Jonglei und Upper Nile, das dort die einzige augenmedizinische Versorgung darstellt. 31 augenmedizinische Fachkräfte wurden bereits ausgebildet, 2.400 an Grauem Star erblindete Menschen erhielten ihr Augenlicht zurück. Alles in allem konnten 150.000 Menschen mit diesem Programm erreicht werden.
LICHT FÜR DIE WELT fördert den Aufbau der Augenabteilung des Provinzspitals von Mapurdit. Sie ist ein lebenswichtiger Anlaufpunkt für die 1,8 Millionen Menschen der Region, vorher gab es für sie keinerlei Zugang zu augenmedizinischer Versorgung. Jetzt können infektiöse Augenkrankheiten wie Trachom oder drohende Erblindung rechtzeitig festgestellt werden. Im April 2008 kam zum ersten Mal ein Ärzteteam nach Mapurdit und konnte in wenigen Tagen 117 Operationen am Grauen Star durchführen.
Durch den Bürgerkrieg der vergangenen zwei Jahrzehnte ist eine ganze Generation ohne Bildung geblieben. Es fehlt an Schulen und Lehrern. Kriegerische Auseinandersetzungen führen außerdem zu einem höheren Anteil an Menschen mit Behinderungen – vor allem Kinder sind besonders davon betroffen. LICHT FÜR DIE WELT setzt sich nachhaltig dafür ein, dass beim Wiederaufbau des sudanesischen Bildungssystems nicht auf Kinder mit Behinderungen vergessen wird.
Alier kann nach einer Operation am Grauen Star wieder sehen und zum Familienunterhalt beitragen.
Zusammen mit der niederländischen Fachorganisation Dark & Light fördert LICHT FÜR DIE WELT vier lokale Initiativen, um Kindern mit Behinderung einen Schulbesuch zu ermöglichen und ihnen damit neue Zukunftsperspektiven zu geben.
Noch vor drei Jahren kümmert sich der rüstige Großvater jeden Tag um seine Rinder und unterstützt so seine Familie. Eines Tages aber wird er krank. Die Krankheit übersteht er, sein Augenlicht aber wird immer schwächer. Bald ist er vollständig erblindet.
Erst die Nachricht, dass ein Hilfseinsatz von LICHT FÜR DIE WELT nach Padak kommt, einem Ort nahe seines Dorfes, lässt ihn wieder hoffen. Alier wird von seinem Neffen zu dem Arzt geführt. Diagnose: Grauer Star! Bereits am nächsten Tag wird Alier operiert. Am Rückweg muss er nicht mehr von seinem Neffen geführt werden, denn Alier kann wieder sehen.