v.l. Reinhold Bilgeri, Bregenzer Augenarzt Dr. Christian Seifert, Bildungsreferentin Petra Mühlberger (Licht für die Welt), Pfarrer Wolfgang Olschbaur
Dem Vorarlberger Musiker und Buchautor Reinhold Bilgeri ist seit vielen Jahren das Thema ‚Blindheit’ sehr nahe. Regelmäßig musiziert er mit George Nussbaumer und harmonisiert mit den Klängen des blinden Ausnahmekünstlers, unlängst hat ein weiterer Freund und Bandkollege von Bilgeri ein Augenlicht verloren. Für die österreichische Hilfsorganisation LICHT FÜR DIE WELT setzte er sich gestern beim Diavortrag mit dem Bregenzer Augenarzt Dr. Christian Seifert im evangelischen Pfarrheim in der Cosmus-Jenny-Straße mit einer bewegenden Eröffnungsrede ein.
„Bei uns müssen Menschen nur dann erblinden, wenn die medizinischen Möglichkeiten bis zum Letzten ausgeschöpft sind. In Afrika hingegen warten Tausende blinde Menschen auf eine einfache Operation am Grauen Star, die nur 30 Spendeneuro kostet, um nach jahrelanger Blindheit wieder sehen zu können. Da sollten wir alle mithelfen!“ so Bilgeri im Kreise zahlreicher Bregenzer. Augenexperte Christian Seifert erklärte anhand medizinischer Bilder aus Äthiopien, was die zentralen Blindheitsursachen und Behandlungsmöglichkeiten für augenkranke und blinde Menschen in Entwicklungsländern sind:
„Hauptursache für Blindheit in Afrika ist der Graue Star, der jeder zweiten Erblindung in Entwicklungsländern zugrunde liegt. Besonders dramatisch ist die Erblindung von Kindern aufgrund von krassem Vitamin-A-Mangel, denn diese Kinderblindheit kann nicht mehr geheilt werden. Die Verteilung von hoch dosierten Vitamin-A-Kapseln rettet Tausenden Kindern das Augenlicht!“